Der Autor


Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944)
 

Biographie

 

Schon früh verlor er den Vater. Mit um so größerer Liebe hing er an seiner Mutter, einer geborenen Marie de Fonscolombe ("Briefe an seine Mutter"). Nach dem Besuch der Jesuitenschule leistete er seinen Militärdienst in einem Fliegerregiment - und fand so seinen Beruf. 1926 übernahm er als Pilot der Gesellschaft Latécoère die Linie Toulouse-Casablanca ("Südkurier"). Schon zwei Jahre später wurde er Direktor der Luftpost von Buenos Aires ("Nachtflug") und danach wieder Versuchsflieger. Im Jahre 1935 stürzte er zusammen mit seinem Mechaniker Prévot über der ägyptischen Wüste ab und er wanderte fünf Tage lang, bevor er von einer Nomadenkarawane gerettet wird - eine Episode, die in seinem Buch "Wind, Sand und Sterne" wiederkehrt. Es entstand zwei Jahre später nach einem Startunfall und erhielt den Großen Preis der Académie Française. Im 2. Weltkrieg emigrierte Saint-Exupèry nach der Besetzung Frankreichs in die USA; hier entstand neben "Der Kleine Prinz" und "Flug nach Arras" auch der unter dem Titel "Bekenntnis einer Freundschaft" veröffentlichte Brief an den ausgelieferten Freund Léon Werth. Als die Alliierten 1942 in Nordafrika landeten schloß sich "Saint-Ex" - wie ihn seine Freunde nannten - sogleich der Armee des Generals de Gaulles an.

Am 31. Juli 1944 startete sein Fernaufklärer von der Insel Korsika aus zum letzten Flug: Der Pilot und Dichter kehrte nicht zurück.

Zeitlebens gab es für Saint-Exupéry nur zwei Dinge, die wichtig waren: das Fliegen und das Schreiben. Dennoch flog er nicht um des Fliegens, schrieb er nicht um das Schreibens Willen. Beides war ihm wichtig als Dienst am Menschen. Alle seine Bücher, von den in dem Band "Dem Leben einen Sinn geben" zusammengefaßten Reportagen, Leitartikeln und Briefen bis zu dem mächtigen Gedankenbau der "Stadt in der Wüste" und dem berühmten "Brief an einen General", folgen diese Grundgedanken: dem Menschen von heute einen neuen Halt, seinem Leben wieder Sinn und Richtung zu geben.
 
 

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